Bergischer Messerschmied in vierter Generation

Messer für die Ewigkeit

Dr.Karl Peter Born ist bergischer Messerschmied aus Leidenschaft. „Made in Solingen“ ist sein Markenzeichen.

Sein Großvater gründet 1910 die Messermanufaktur in der Klingenstadt. Über 9.000 kleine Werkstätten und Betriebe entstehen damals. Die Güde-Messermanufaktur bleibt erhalten. Bis heute. Die erfolgreiche Kunst der Messerherstellung. Seit vier Generationen. Präzise. Innovativ. In Handarbeit. Von höchster Qualität.

Borns Großvater ging bereits bei seinem Großvater in die Lehre. Sein Großvater sei ein bergischer Tüftler und Erfinder gewesen, erzählt er. Vor 70 Jahren erfindet dieser ein Brotmesser. Ein Wellenschliff mit spitzen Zähnen. Brot schneiden ist damit ein Vergnügen. Noch heute.

Born tritt in die Fußstapfen seines Opas. Tüftelt und entwickelt. Meldet Patente an. 2019 kommt eine neue Messerserie heraus: Synchros. Durch flexible Greifpositionen wird Schneiden zum Erlebnis.

Alle Schneidwaren aus dem Hause Güde werden traditionell gefertigt. Um ein hochwertiges Messer herzustellen, benötige man über 50 Arbeitsschritte, so Karl Peter Born. Der erste Arbeitsgang ist das Schmieden. Dann folgt das Härten. Später werden die Klingen vorgeschliffen, feingeschliffen. Es sei ein enormer Aufwand, ein schönes, scharfes Messer herzustellen, berichtet Born. Den letzten Arbeitsgang – das Einätzen des Firmenlogos – übernimmt der Chef meist persönlich. Jedes Messer geht durch seine Hand. Qualitätskontrolle effizient.

Was ist das Wichtigste an einem Messer? Für Karl Peter Born ganz klar: Das Messer müsse aus Solingen kommen. Denn in der Klingenstadt kenne man die Messerkunst schon seit vielen hundert Jahren.

Und worauf sollte man beim Messerkauf achten? Man solle schauen, dass es ein geschmiedetes Messer sei, der Hersteller auch einen Namen habe und das Herstellungsland auf dem Messer verzeichnet sei, rät der bergische Messermacher.

Aber welche Messer braucht man denn? Drei an der Zahl sollten es schon sein, empfiehlt Born. Ein Spickmesser für kleinere Arbeiten. Ein Fleischmesser, um Braten oder Schinken aufzuschneiden. Und: Das Universal-Kochmesser zum Gemüse schneiden, Kräuter hacken und alle anderen kleinen Arbeiten in der Küche. Fehlt noch was? Natürlich, das Brotmesser nicht zu vergessen.

Auch für die Messerpflege hat der Solinger drei Tipps. Die Messer sollten so gereinigt werden, wie sie hergestellt würden. Mit der Hand. Geschirrspülmaschinen seien tabu. Messer sollten sicher aufbewahrt werden, etwa in einem Messerblock. Messer müssten regelmäßig nachgeschärft werden. Mit einem Wetzstahl oder -Stein. Mit wenigen Zügen seien Messer dann wieder scharf.

Wer etwa Zwiebeln mit einem scharfen Messer schneide, müsse dann auch nicht weinen, so der Messertüftler. Einfach mal ausprobieren, meint er schmunzelnd.

Wer Messer bei Güde in Solingen kauft, kann auch einen Blick in die Produktion werfen. Mit etwas Glück gibt es eine Firmenführung mit dem Chef persönlich.

Infos

Franz Güde GmbH
Katternberger Straße 175
42655 Solingen
Tel.: +49 (0)212 / 81 61 66
E-Mail: info@guede-solingen.de
Internet: www.guede-solingen.de

Peter Born

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