Bandwebermuseum

Die bunte Welt der Bänder

Sie zierten nicht nur Panamahüte: Kunstvoll gewebte Bänder machten die Tuchindustrie des Bergischen Landes einst weltberühmt. Doch wie wurden diese Kunstwerke hergestellt? Alte Ausstellungsstücke, darunter ein Bandwebstuhl von 1907, können Sie – auch in Aktion – in einer Hausbandweberstube bewundern.

Alte und neue Webstühle vermitteln einen Eindruck von den technischen Möglichkeiten und der Vielfalt der Produkte. Der Jacquard-Webstuhl wurde mit Lochkarten betrieben und revolutionierte die Bandweberei. Diese Technik machte komplizierte Muster möglich.

Hätten Sie’s gewusst? Die Französische Revolution sorgte für einen unerwarteten Boom bei Schnürsenkeln. Die üblichen Schuhschnallen, deren Aussehen Herkunft und Status des Trägers offenbarte, waren plötzlich verpönt. Stattdessen sorgten geflochtene Schnürsenkel für Égalité auch beim Schuhwerk. Schauen Sie zu, wie die Flechtmaschinen Schnürsenkel, Wischmops, Kabelisolierungen und andere Produkte herstellten. Viele Geräte werden geräuschvoll in Gang gesetzt.

Das Bandwebermuseum wurde 1989 in der Realschule Süd (jetzt Friedrich-Bayer-Realschule) gegründet. Nun steht ein Umzug an: Die Neueröffnung im Gold-Zack-Gebäude in der Wiesenstraße 118 in der Elberfelder Nordstadt erfolgte im November 2019 . Das um 1910 erbaute Fabrikgebäude der Bandweberei Gold-Zack (Gummibandfabrik Villebrandt & Zehnder) bietet als Gewerbehof Nordstadt heute Platz für Beruf, Kultur und Freizeit.

Infos

Bandwebermuseum
Gold-Zack-Gebäude
Wiesenstraße 118
42105 Wuppertal
E-Mail: info@bandwebermuseum-wuppertal.de
Internet: www.bandwebermuseum-wuppertal.de