Über sieben Brücken – mit der Draisine

Auf den Spuren von Streckenarbeitern und Schrankenwärtern

Das Geräusch von rollenden Eisenrädern mischt sich mit aufgeregten Stimmen, die im Tal widerhallen. Mitten durch den Wald entlang der Wupper rollen vergnügte Vierergruppen über die Schienen. Aber kein Motorengeräusch ist zu hören. Das, was sich da rumpelnd nähert, wird wie ein Fahrrad von Muskelkraft getrieben. Eine Draisine.

Es erfordert schon ein wenig Kondition, das Fahrzeug in Schwung zu halten. Was früher als Fortbewegungsmittel für Streckenarbeiter und Schrankenwärter diente, ist heute eine sportlich-spaßige Freizeitattraktion.

Knapp neun Kilometer lang führt der Schienenweg durch den Wald, oft direkt an der Wupper entlang. Getrost können Sie die Blicke schweifen lassen. Mal schneller und mal langsamer geht es über sieben Brücken, allein viermal überqueren Sie die Wupper. Unterwegs bietet unter anderem die Textilstadt Wülfing willkommene Gelegenheit für eine Rast.

Die „WupperSchiene“ von Oberbarmen bis zur Staumauer der Wuppertalsperre lag jahrelang still. Der Förderverein „Wuppertrail“ hat sie vor dem Verfall gerettet. Neben den Draisinentouren sollen zukünftig auch Sonderfahrten mit historischen Zügen angeboten werden.